Ein Buch, dass mich gefesselt hat- und ein Selbstversuch

Ich habe letzte Woche eine tolle Zeitschrift geschickt bekommen: Handmade Kultur. Darin werden viele DIY Sachen gezeigt und alles mögliche zum Thema "selbermachen" vorgestellt.

Besonders gefesselt hat mich eine Buchvorstellung: "Ich kauf nix" von Nunu Kaller. Die kurze Buchbesprechung machte mich neugierig. Die Autorin hatte beschlossen, sich ein Jahr lang keine Klamotten mehr zu kaufen, sondern, wenn überhaupt, zu tauschen oder selber zu machen. Entgegen des Buchtitels wollte ich das Buch sofort haben- auch wenn es jenseits der Öffnungszeiten von Buchläden war. Zum Glück habe ich die Möglichkeit, auch Ebooks zu kaufen und zu lesen. Und schon lange habe ich nicht mehr so schnell ein Buch verschlungen. Und noch viel länger hat mich kein Buch mehr so gefesselt und interessiert, dass ich sogar meinem Partner pausenlos davon erzählte.

Nunu Kaller stellte fest, zu viel Kleidung zu haben und regelmäßig "haben-wollen" Anfällen nachzugeben, ohne wirklich Kleidung zu brauchen, oder sie nach dem Kaufen häufig zu tragen. Sie verschrieb sich darum eine einjährige Shopping-Diät und setzte sich in dieser Zeit sehr damit auseinander, unter welchen Umständen Kleidung produziert wird, wer sie herstellt und was eigentlich drin ist. Ihre Erfarungen hat sie in einem Blog dokumentiert und ein Buch darüber geschrieben.

Ich will gar nicht zuviel über den Inhalt des Buches verraten, ich kann es nur jedem empfehlen!

Ich möchte hier vielmehr über meinen eigenen geplanten Selbstversuch berichten. Ich habe mir, angeregt durch Nunu Kaller, vorgenommen, in den nächsten 6 Monaten keine Kleidung für mich zu kaufen. Start war der 1.2.14.

Meine Gründe allerdings andere, als bei der Autorin. Ich bin, wie gesagt, schwanger und erwarte nicht, schnell meine alte Figur wieder zu bekommen. Warum also neue Klamotten kaufen? Weil ich seit Monaten gerne shoppen gehen würde, es sich ja aber nicht lohnen würde, so schnell wie sich mein Körperumfang ändert. Würde ich es mir erlauben, würde ich eine ausgedehnte Shoppingtour unternehmen, sobald sich das einrichten ließe.  Aber es wird wahrscheinlich finanziell knapper sein und ich sollte mich eher zurückhalten, was das Shoppen angeht. Außerdem habe ich ja auch noch Kleidung... Deswegen möchte ich mich erst einmal zügeln und mir über mein Konsumverhalten bewusster werden.

Hier meine Regeln für die nächsten 6 Monate:

1. ich darf mir keine Kleidung, Schuhe, Accessoires oder Taschen kaufen (Still BHs sind ausgenommen). Wenn mir jemand etwas schenkt, ist das erlaubt (passiert aber nie ;-))

2.  Kleidung tauschen ist erlaubt, bzw erwünscht (auf Tauschpartys oder entsprechenden Internetplattformen). Es wird eine extra Spardose geben, wo ich Geld sammele, dass ich durch Verkäufe gesammelt habe. Dieses Geld darf in 2nd hand Läden oder Plattformen investiert werden. Das soll helfen, Kleidungsstücken ein längeres Leben zu ermöglichen und die Umwelt zu schonen.

3. ich möchte selber Kleidung nähen/stricken/verändern. So habe ich sicher Unikate und ich lerne, wie lange es dauert, Kleidung zu produzieren und diese Arbeit entsprechend wertzuschätzen.

4. ich möchte mich damit auseinandersetzen, wo meine Kleidung herkommt, wer sie wie produziert und was sie für Stoffe enthält. Nach meiner Shoppingpause möchte ich bewusster einkaufen, nach dem Motto: Klasse statt Masse.

Ich werde berichten, wie es mir mit dem Selbstversuch ergeht, auch wenn meine Regeln weniger streng sind, als Nunu's.

3.2.14 16:10

Letzte Einträge: Handarbeiten macht gute Laune, Mutterdasein, Herzhafter Obstsalat, Mein Selbstversuch

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