Neue Herausforderungen im Alltag

Das Leben mit Baby ist wunderbar! Ich genieße es, meine Zeit mit ihm zu verbringen, zu spielen, zu singen und raus zu gehen. Aber den ganzen Tag ausschließlich für Haushalt und Baby zu sorgen, ist nichts, was mich selber fördert. Und das war ja schließlich etwas, was ich mir von Beginn an vorgenommen hatte: Ich selbst bleiben, um meinem Krümel eine gute Mutter sein zu können.

Das wirklich Richtige hatte ich noch nicht gefunden, weil es entweder schlecht in den Alltag zu integrieren war, zuviel Zeit gekostet hat, oder ich einfach nicht dranbleiben konnte zwischen all den Terminen und Erledigungen. In der Zeitschrift "Flow", die ich gerade lese, wurde aber etwas vorgestellt, was ich momentan tatsächlich jeden Tag mache: ich schreibe.

Es handelt sich hierbei um eine Beilage, ein Heftchen zum Thema "30 Tage schreiben". Dabei geht es um therapeutisches Schreiben, um sich selber näher zu kommen. Die Zeitschrift ist mir generell sehr sympathisch und diese Aufgabe schien mir genau das zu sein, was ich momentan brauche, um herauszufinden, was ich gerne tun würde und wo ich gerade stehe. Also schreibe ich, Tag für Tag, meine Antworten auf die vorgegebenen Fragen. Das ist teilweise wahnsinngi schwierig, weil ich versuche, ausweichend zu antworten, keine Zeit finde, mich in Ruhe hinzusetzen oder vielleicht gar nicht weiß, was ich antworten könnte. 

Herausgefunden habe ich aber schon, dass ich gerne mehr mit den Händen machen, den Blick wieder öfter nach Innen richten und bewusster meine Tage und Kontakte erleben möchte. Deswegen habe ich ein wenig im Internet gesucht und gesehen, dass "30 Tage Projekte" keine Seltenheit sind. Es gab viele Anregungen und Ideen von Bloggern, die alles mögliche ausprobiert haben, um Neuland zu entdecken, oder sich schlechte Gewohnheiten abzugewöhnen.

Ich gebe also zu, die Idee ist wieder einmal geklaut, aber es scheint für mich gerade etwas zu sein, was ich realistisch betrachtet umsetzen kann.Und wobei ich vielleicht Aktivitäten in meinen Alltag integrieren oder aus ihm streichen kann - je nachdem. 12 "Monatsüberschriften" bzw. Themen sind gesammelt und warten darauf, in die Tat umgesetzt zu werden.

Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich machen werde. Der erste Monat startet scheinbar leicht: jeden Tag ein Foto schießen, das meine Stimmung wiederspiegelt.

Dann lege ich besser gleich mal los :-)

12.6.14 13:14, kommentieren

Mein Selbstversuch

Nachdem ich das Buch von Nunu Kaller gelesen hatte, hatte ich mir ja vorgenommen, keine Klamotten mehr zu kaufen. Nun möchte ich euch auf dem laufenden halten, wie es mir dabei ergeht. 

Das Ganze ist schwieriger, als ich zunächst gedacht hatte. Die ersten Wochen waren gar kein Problem. Ich habe kräftig alten Kram verkauft und das ein oder andere Teil getauscht. Das war ja erlaubt. Mit den ersten warmen Tagen fing mein Dilemma an. Ich hatte keine Sommerschuhe. Also schnell auf der Internetplattform geschaut, ob ich nicht mit jemandem tauschen könnte- im besten Falle gegen neue Schuhe, da ich die Vorstellung von gebrauchten Sommerschuhen so gar nicht prickelnd fand. Die ein oder andere Verkäuferin war schnell kontaktiert und ich hoffte auf ein positives Ergebnis. Leider wollte sich das so gar nicht einstellen. Keine der Verkäuferinnen wollte mit mir tauschen. Frustriert machte ich also in meinen in der Schwangerschaft zerlaufenen Boots einen Spaziergang und muss gestehen, dass ich bei einer allen wohlbekannten Kette schwach geworden bin... Ich habe mir Schuhe gekauft.

Ich habe mich so schlecht gefühlt. Das sollte mir auf gar keinen Fall noch einmal passieren!

Dann kam eine Hochzeitseinladung. Die Kleiderordnung konnte ich mit dem Inhalt meines Kleiderschrankes nicht erfüllen. Was also tun? Ich suchte im Internet, wurde fündig und bestellte. Aber ich fühlte mich nicht wohl dabei, vor allem, da ich das Kleid wahrscheinlich nie wieder anziehen würde, weil es nicht meinem Geschmack entspricht. Gott sei Dank stand mir auch keines der Kleider, weswegen ich allesamt schnell wieder weg geschickt habe. Ich klagte einer Freundin mein Leid- und siehe da: sie besitzt tatsächlich etwas Entsprechendes und es passt wie angegossen. Kostet mich also nur einen Blumenstrauß und bin trotzdem gut angezogen! (Für meinen Liebsten gehen wir übrigens auch nichts ins Geschäft, sondern zum Kostümverleih! Auf die Idee war ich für mich selber gar nicht gekommen.)

Ich merke, dass ich schnell in Versuchung gerate und mich gerne neu einkleiden würde. Aber dieser Selbstversuch zeigt mir, wie schnell ich sonst etwas gekauft habe und mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht habe, wo meine Kleidung herkommt und was es bedeutet, diese nur wenig zu tragen und schnell gegen etwas anderes auszutauschen. 

Wenn dieser Selbstversuch vorbei ist, möchte ich auf jeden Fall beibehalten, viele Dinge 2nd Hand zu besorgen, zu tauschen, oder bei jungen Designern zu kaufen, die ihre Sachen selber produzieren. Die sind zwar etwas teuer, aber keine Massenproduktion und selbstgemacht. Wenn es dann auch noch aus Ökobaumwolle ist, würde ich mich richtig freuen. 

Wie Nunu das macht, finde ich ganz erstaunlich. Ich habe große Achtung vor ihr, wie sie ihren neuen Lebensstil lebt. So weit bin ich leider noch nicht. Aber wer weiß, was nicht ist, kann ja noch werden...

 

 

12.6.14 12:33, kommentieren

Herzhafter Obstsalat

Ich liebe Obst! Deswegen freue ich mich wahnsinnig, dass es jetzt wieder mehr Obstauswahl gibt und die Früchte intensiver schmecken. Diesen Salat genieße ich wegen der vielen Flugmeilen der Früchte selten, aber dann umso mehr.

 

Zutaten:

Galiamelone

Blaubeeren

Erdbeeren

Pfirsich

Feigen

Mango

Feta

Olivenöl, Pfeffer, Salz ,Chilipulver

 

Zubereitung:

Alles Obst klein schneiden, und vermengen, Feta zerkrümeln und dazugeben. Mit Öl, Pfeffer, Salz und Chili abschmecken. Mhhh...

 

9.5.14 12:52, kommentieren

Mutterdasein

Es ist soweit! Ich bin Mutter...

Die letzten Wochen waren einfach unglaublich! Seit der kleine Krümel auf der Welt ist, haben wir eine ganz neue Zeitrechnung. Die Tage und Wochen vergehen wie im Fluge, und doch ist es, als ob Krümel schon immer da gewesen ist.

Die erste Zeit war geprägt von Unsicherheiten und Ängsten. Aber so langsam haben wir mehr Rhythmus und einander kennengelernt. Der neue Alltag ist nicht immer einfach. Vor allem, da mir an manchen Tagen der Gedanke kommt "wo bin ich eigentlich?". Da ich stille, kann ich mich nicht für längere Zeit mit anderen Dingen beschäftigen, oder etwas alleine machen. Diese plötzliche Abhängigkeit war anfangs sehr schwer für mich und ist auch jetzt noch nicht immer einfach. So sehr ich diesen kleinen Menschen liebe, gelegentlich zu mir zu finden kommt mir manchmal sehr schwer vor. Ich hatte immer Angst, ein Muttertier zu werden und genauso fühle ich mich in diesen Momenten.

Was ich dann dagegen mache? Anfangs habe ich vor allem geheult, was nur mäßig hilfreich war. Aber nach den ersten Heulattacken konnte ich mich meinem Liebsten öffnen. Ich hatte zwar das Gefühl, eine schlechte Mutter zu sein, weil ich so "egoistisch" bin und zwischendurch gern mehr Zeit für mich hätte, aber es war eine wahnsinns Erleichterung, mit jemandem reden zu können. Vor allem, da mir mein Liebster meine Sorgen nehmen konnte und mich darin unterstützt, mich zwischendurch nur mir zu widmen. Sei es, damit ich mal alleine spazieren gehen kann, schlafen kann, oder demnächst Sport machen kann. So finde ich immer wieder zu mir selber und kann mich anderen Gedanken widmen. Das tut mir gut und auch meinem Baby, weil ich seitdem deutlich zufriedener bin.

Muttersein ist wunderschön und macht mich so glücklich!!

5.5.14 12:14, kommentieren

Handarbeiten macht gute Laune

Ich mache es tatsächlich! Ich handarbeite! Nachdem mich meine Nähmaschine im Stich gelassen hat, habe ich mir mein Strickzeug gesucht und arbeite nun an einer Decke für meinen zukünftigen Kleinen. Das dauert zwar eine kleine Ewigkeit, aber es macht tatsächlich Spaß! Und bis er kommt, schaffe ich ja vielleicht noch ein paar Reihen.

Die Nähmaschine werde ich trotzdem nicht verdammen, sondern werde diese Woche noch versuchen, sie wieder ans Laufen zu bringen. Schließlich will ich noch so unglaublich viele Projekte erledigen und meine Näh-Fähigkeiten erweitern.

To be continued…

19.2.14 21:30, kommentieren

Schoenheitswahn bei Schwangeren- ein Bericht des Sueddeutsche Magazins

Als ich heute Morgen Zeitung gelesen habe, sprang mich förmlich ein Bericht des Süddeutsche Magazins an. Hierin beschreibt die Autorin ein Phänomen, dass mir schon vor meiner Schwangerschaft häufig aufgefallen ist: junge Mütter oder Schwangere, die sich viele Gedanken um ihre Figur machen und kurz nach der Schwangerschaft wieder so aussehen (wollen), als hätten sie nie ein Kind bekommen. Wohl berühmtestes Beispiel hierfür ist Model-Mama Heidi Klum, die 5 Wochen nach der Geburt ihres Sohnes auf dem Laufsteg nicht nur teure Dessous, sondern auch einen makellosen Körper präsentierte.

Das Bild von Müttern und Schwangeren in der Gesellschaft scheint sich verändert zu haben. Es wird erwartet, diszipliniert zu sein, regelmäßig Sport zu treiben und körperlich nichts „mütterliches“ auszustrahlen. Dass sich der Körper aber während einer Schwangerschaft verändert, scheinen Menschen zu vergessen. So schreibt beispielsweise die SZ-Magazin Autorin, dass sich öffentlich gewundert wurde, als Herzogin Kate mit einem kleinen Bäuchlein unter dem gepunkteten Kleid ihren neugeborenen Sohn vor dem Krankenhaus präsentierte. Sie habe doch das Baby schon bekommen, warum also ist sie noch nicht wieder rank und schlank?

Die Medienwelt präsentiert uns seit einigen Jahren schlanke junge Mütter und weckt dabei auch bei uns Otto-normal-Müttern den Wunsch oder die Erwartung, eine Mutter mit perfekter Figur zu sein.

Eine Zeitschrift für Mütter zeigte im letzten Jahr eine realistische Fotoreihe von Frauenkörpern nach der Geburt. Um ehrlich zu sein, im ersten Moment war ich erschrocken. Ich war gerade schwanger und setzte mich mit meinem sich verändernden Körper auseinander- und war nicht immer glücklich. Diese Bilder machten mir deutlich, dass auch ich gehofft hatte, ohne Streifen, mehr Pfunden und schlank aus dieser Schwangerschaft zu kommen. Wie unrealistisch das ist, empfinden wir nicht mehr, da uns die Medien überwiegend die perfekten Lifestyle-Mütter präsentieren. Und nach und nach gehen wir, mitsamt der Gesellschaft davon aus, dass diese Mütter uns die Realität präsentieren.

Es ist also wahrscheinlich kein Wunder, dass immer mehr Mütter teilweise schon während der Schwangerschaft Essstörungen oder gestörte Verhaltensweisen beim Essen zeigen, bzw. nach der Geburt in eine Essstörung rutschen, da in ihnen eine große Diskrepanz zwischen Ich-Ideal und momentanem Ich besteht.

Warum tun wir (schwangeren) Mütter uns diese Quälerei an? Wir wissen, dass Modelfotos bearbeitet sind, wir wissen, dass Stars Nannys, Personal Trainer und Köche haben, die es ihnen möglich machen, viel Zeit beim Training zu verbringen. Warum akzeptieren wir dann nicht, dass ein Körper etwa ein Jahr braucht, um eine Schwangerschaft zu verarbeiten?

Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Wochen gefragt wurde, wie viel ich bisher zugenommen habe. Warum ist das auch wichtig für andere? Ich habe diese Frage nie beantwortet. 1. weil ich mich für meine Extrakilos doch ein bisschen geschämt habe. Und mir nicht die Blöße geben wollte, dass andere erfahren, dass ich Heißhungerattacken nicht widerstehen konnte. 2. weil mein Gewicht niemanden etwas angeht und 3. weil ich mich dem Druck der Gesellschaft nicht beugen möchte! Ich bin eigentlich recht zufrieden mit mir, aber selbst ich habe den Druck gespürt,, bzw. spüre ihn nach wie vor, etwas präsentieren zu müssen. Die junge Mutter, die beruflich Erfolg hat, eine süße kleine Kugel vor sich herschiebt und der man von hinten nicht ansieht, dass sie schwanger ist. Das ist nicht bis zum Ende der Schwangerschaft realistisch.

Ich würde mir wünschen, dass sich die Erwartungen an Mütter wieder ändern. Und am besten wird es  sein, ich fange bei mir an! Ich akzeptiere mich, wie ich bin, mit allem drum und dran! Mein Körper wird sich wieder verändern, in welche Richtung auch immer. Wichtig ist, dass ich mich so annehme, wie ich bin. Diese Kraft brauche ich auch, um meinen Kindern Selbstbewusstsein zu vermitteln. Denn wer möchte schon, dass die eigenen Unsicherheiten Selbstzweifel in unseren Kindern säen? Um es mit einer Werbung aus den 90ern auszudrücken: Ich will so bleiben, wie ich bin!

 

4.2.14 11:20, kommentieren

Ein Buch, dass mich gefesselt hat- und ein Selbstversuch

Ich habe letzte Woche eine tolle Zeitschrift geschickt bekommen: Handmade Kultur. Darin werden viele DIY Sachen gezeigt und alles mögliche zum Thema "selbermachen" vorgestellt.

Besonders gefesselt hat mich eine Buchvorstellung: "Ich kauf nix" von Nunu Kaller. Die kurze Buchbesprechung machte mich neugierig. Die Autorin hatte beschlossen, sich ein Jahr lang keine Klamotten mehr zu kaufen, sondern, wenn überhaupt, zu tauschen oder selber zu machen. Entgegen des Buchtitels wollte ich das Buch sofort haben- auch wenn es jenseits der Öffnungszeiten von Buchläden war. Zum Glück habe ich die Möglichkeit, auch Ebooks zu kaufen und zu lesen. Und schon lange habe ich nicht mehr so schnell ein Buch verschlungen. Und noch viel länger hat mich kein Buch mehr so gefesselt und interessiert, dass ich sogar meinem Partner pausenlos davon erzählte.

Nunu Kaller stellte fest, zu viel Kleidung zu haben und regelmäßig "haben-wollen" Anfällen nachzugeben, ohne wirklich Kleidung zu brauchen, oder sie nach dem Kaufen häufig zu tragen. Sie verschrieb sich darum eine einjährige Shopping-Diät und setzte sich in dieser Zeit sehr damit auseinander, unter welchen Umständen Kleidung produziert wird, wer sie herstellt und was eigentlich drin ist. Ihre Erfarungen hat sie in einem Blog dokumentiert und ein Buch darüber geschrieben.

Ich will gar nicht zuviel über den Inhalt des Buches verraten, ich kann es nur jedem empfehlen!

Ich möchte hier vielmehr über meinen eigenen geplanten Selbstversuch berichten. Ich habe mir, angeregt durch Nunu Kaller, vorgenommen, in den nächsten 6 Monaten keine Kleidung für mich zu kaufen. Start war der 1.2.14.

Meine Gründe allerdings andere, als bei der Autorin. Ich bin, wie gesagt, schwanger und erwarte nicht, schnell meine alte Figur wieder zu bekommen. Warum also neue Klamotten kaufen? Weil ich seit Monaten gerne shoppen gehen würde, es sich ja aber nicht lohnen würde, so schnell wie sich mein Körperumfang ändert. Würde ich es mir erlauben, würde ich eine ausgedehnte Shoppingtour unternehmen, sobald sich das einrichten ließe.  Aber es wird wahrscheinlich finanziell knapper sein und ich sollte mich eher zurückhalten, was das Shoppen angeht. Außerdem habe ich ja auch noch Kleidung... Deswegen möchte ich mich erst einmal zügeln und mir über mein Konsumverhalten bewusster werden.

Hier meine Regeln für die nächsten 6 Monate:

1. ich darf mir keine Kleidung, Schuhe, Accessoires oder Taschen kaufen (Still BHs sind ausgenommen). Wenn mir jemand etwas schenkt, ist das erlaubt (passiert aber nie ;-))

2.  Kleidung tauschen ist erlaubt, bzw erwünscht (auf Tauschpartys oder entsprechenden Internetplattformen). Es wird eine extra Spardose geben, wo ich Geld sammele, dass ich durch Verkäufe gesammelt habe. Dieses Geld darf in 2nd hand Läden oder Plattformen investiert werden. Das soll helfen, Kleidungsstücken ein längeres Leben zu ermöglichen und die Umwelt zu schonen.

3. ich möchte selber Kleidung nähen/stricken/verändern. So habe ich sicher Unikate und ich lerne, wie lange es dauert, Kleidung zu produzieren und diese Arbeit entsprechend wertzuschätzen.

4. ich möchte mich damit auseinandersetzen, wo meine Kleidung herkommt, wer sie wie produziert und was sie für Stoffe enthält. Nach meiner Shoppingpause möchte ich bewusster einkaufen, nach dem Motto: Klasse statt Masse.

Ich werde berichten, wie es mir mit dem Selbstversuch ergeht, auch wenn meine Regeln weniger streng sind, als Nunu's.

3.2.14 16:10, kommentieren

Wo sind all die Hobbys hin?

Zu Schulzeiten hatte ich einige Hobbys. Ich habe Gitarre gespielt, verschiedene Tanzarten ausprobiert und über Jahre trainiert, ich habe diverse andere Sportarten versucht (Handball, Volleyball und und und) und habe Kindergruppen angeleitet.

Dann kam das Studium- und Hobby wurde zum Fremdwort. Ich gebe zu, ich habe noch einen Tanzkurs gemacht und als Ausgleich zum vielen Sitzen Aerobic-Kurse besucht. Aber so richtig erfüllend oder spaßbringend war das alles nicht.

Das Studium ist inzwischen einige Jahre her, an meinem Freizeitstatus hat sich allerdings nicht viel geändert. Ich habe viele Dinge angefangen, aber nichts wirklich durchgehalten. Und das, obwohl einige Dinge dabei waren, die Spaß gemacht haben!

Ich habe zum Beispiel richtig stricken gelernt, habe wieder angefangen zu tanzen und zu wandern, zu nähen und zu basteln, habe Bass spielen und Motorradfahren gelernt und angefangen, Möbel zu restaurieren. Und alles machte mir Freude! Aber warum bleibe ich dann nicht dabei? Jedesmal sage ich mir hinterher "das musst du öfter machen!" Und bin ganz begeistert. Aber aus irgendwelchen Gründen mache ich es nicht.

Sind es vielleicht zu viele Dinge, die ich ausprobiert habe? Hemmt mich mein mangelndes Talent, bzw. meine wenige Erfahrung, um an diesen schönen Dingen festzuhalten?

Ich bin selber gerade ganz erstaunt, wie viele Dinge ich in den letzten Jahren gemacht habe. Vieles hatte ich schon wieder ganz vergessen. Vielleicht hilft es, mir ab heute diese Beschäftigungen wieder vor Augen zu führen, und jede Woche zumindest 1 intensiver zu verfolgen. Diese Woche: nähen!

Ich werde berichten, wie es läuft.

31.1.14 14:55, kommentieren

Eigentümliche Verwandlung

Ich wollte nie ein Muttertier werden! Ich fand es seltsam, wenn werdende Mütter plötzchen scheinbar ihre Intelliganz aufgaben und ausschließlich in der Lage waren, über Schwangerschaft und Babys zu sprechen.

Und jetzt? Wenige Wochen vor der Geburt meines Kindes muss ich gestehen, werde ich zu einer von ihnen...

Woran ich das gemerkt habe? Daran, dass ich mit meinen kinderlosen Freunden gerade recht wenig Gesprächsstoff habe. Früher haben wir uns über Gott und die Welt unterhalten, über unser Leben, unser Studium, unsere Jobs, Nachrichten und Weltgeschehen. Wir haben ungezwungene Scherze gemacht und einfach vor uns hingelebt.

Was ist also passiert? Jetzt trage ich plötzlich die Verantwortung für ein ungeborenes Wesen. Das ändert gerade gefühlt alles in meinem Leben. Wahrscheinlich ist es normal, dass sich gerade alles nur noch um das Baby und unsere kleine Familie dreht.

Aber es macht einfach eine Wahnsinns-Angst, meine Freunde verlieren zu können. Wir entwickeln uns gerade in so unterschiedliche Richtungen, haben außer unserer gemeinsamen Vergangenheit momentan scheinbar nur wenig gemein. Reicht diese Grundlage, um unserer Freundschaft aufrechtzuerhalten?

Bin ich so eine andere Person geworden, nur weil ich gerade einen dicken Bauch und bald ein Baby habe?

Wie finde ich den Weg zurück zu meinen Lieben, oder sie einen Draht zu mir? Sie fehlen mir- ohne Zweifel!! Aber wenn wir miteinander sprechen bin ich plötzlich wie gelähmt. Ich möchte geistreich und spontan sein, interessante Dinge erzählen, aber auch über belanglose Dinge sprechen können. Was passiert stattdessen? Ich werde nach dem Baby gefragt und spätestens dann bin ich im Mutter-Modus.

Wer ist Henne, wer ist Ei? Sehen andere in mir erst die Mutti und ich erfülle (gerne) diese Erwartung? Oder bin ich die Mutti und niemand weiß anders auf mich zu reagieren weil ich das so stark ausstrahle? 

Muss ich mich vielleicht einfach mit dieser Phase abfinden? Oder muss ich mir bewusster machen, dass es noch andere Dinge als Baby(bauch) gibt? Geht es sonst nach der Geburt vielleicht  unaufhaltsam so weiter?

Die Frage ist, wie kriege ich beides unter einen Hut?

1. ganz viel Interesse an meinem Gegenüber zeigen, auch wenn mein Leben gerade ganz anders ist und mir die Konzentration vielleicht schwer fällt

2. manche Dinge vielleicht lieber mit anderen Eltern teilen, denen es vielleicht ähnlich geht

3. am Besten: ich selber sein!

Klar veränder ich mich durch diese neue Rolle. Aber ich bin trotzdem noch ich und habe weiterhin meine alten Interessen, wenn sie auch gerade vielleicht in den Hintergrund gerückt sind.

Aber es sind meine Freunde, wir sollten uns auch ehrlich sagen könnem, wenn uns etwas stört oder bedrückt. Offenheit ist hier vielleicht das Mittel der Wahl!

Ich hoffe, so kann es gehen.

30.1.14 19:38, kommentieren

Gesundes leckeres Frühstück

Über die Feiertage hatte es sich leider eingeschlichen, morgens Brötchen mit Nuss-Nougat-Creme zu frühstücken. Das ist zwar wahnsinnig lecker, aber nach einiger Zeit hatte ich das Bedürfnis, auch wieder frische Dinge zu mir zu nehmen. Abgesehen davon, dass ich mich gesünder ernähren sollte, um dem Krümel alles Wichtige mitzugeben.

Vor Weihnachten, und vor allem im Sommer, gab es bei mir unter der Woche regelmäßig ein Deluxe-Müsli, dass ich mir jeden Tag individuell zusammenstelle. Dazu nehme ich diverse Flocken, frisches Obst, Nüsse und Milch. Im Winter finde ich es allerdings nach einer Woche langweilig, immer nur Banane und Apfel in meinem Müsli zu haben.

Deswegen machte ich mich auf die Suche nach etwas anderem und fand:
Porridge! Warmer Haferbrei, genau das Richtige, bei diesen Temperaturen!
Anfangs habe ich fertiges Porridge in verschiedenen Geschmacksrichtungen gekauft und mit Milch einfach in die Mikrowelle gestellt. Das war total lecker, leider auf Dauer eher teuer.

Deswegen mache ich mir mein Porridge jetzt morgens selber, unter anderem nach diesem Rezept:

45g feine Haferflocken
150ml Milch
zusammen in einer Schüssel für 2 Minuten in die Mikrowelle geben und schon ist der Haferbrei fertig!

Damit es nach mehr schmeckt, gebe ich noch Folgendes dazu:
1/2 Banane
1/2 Apfel
1-2 getrocknete Datteln oder 2 TL Cranberries
nach belieben Nüsse
Zimt

Man kann viele diverse Zutaten ganz nach Belieben verwenden. Es ist simpel und es wird ein leckerer, gesunder Start in den Tag. Gerade im Winter ist es schön, etwas Warmes zu sich zu nehmen. Und es macht relativ lange satt!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

28.1.14 13:12, kommentieren